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Das Ende der Wohlfühl-Ära: Überlebensstrategien für Leader in einer volatilen Welt
Die größte Gefahr für unsere Business-Modelle liegt oft außerhalb unserer Bürowände. Darüber spricht Steven Bartlett in einem neunzigminutigen Interview mit Konstantin Kisin. Seine Hauptthese: Wir erleben gerade das Ende einer regelbasierten Weltordnung und die Rückkehr der “Hard Power”. Kisin greift die Ideen von Yuval Noah Harari auf, dass die zwanzig Jahre nach dem Kollaps der UdSSR eine “Friedensanomalie” waren. Die Menschheit kehrt also zu ihrem normalen (so dramatisch das auch klingen mag) Zustand zurück: Volatilität, Machtpolitik und Unsicherheit. Wir erleben im Moment quasi „Game of Thrones“ in der Realität. Was bedeutet das für Führung heute? Wir müssen die damit einhergehenden Risiken in unseren Strategien berücksichtigen, aber auch lernen resilienter zu…
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Concorde, Siri & OpenAI: Warum „Niemals Aufgeben“ im Jahr 2026 eine Bankrott-Erklärung ist
Vor ein paar Jahren stand in einer Concorde und fragte mich, welche Gründe hätte ich, um New York in 3,5 Stunden von Paris aus erreichen zu müssen. Ich fand keine. Offensichtlich gab es genug Menschen, die das brauchten, denn das Projekt wurde über 27 Jahre am Leben gehalten, ohne dass es sich je wirtschaftlich rentiert hätte. In der gesellschaftlichen Wahrnehmung steht die Concorde stellvertretend für alle erfolglosen Projekte, die enorme Investitionen benötigen, ohne jemals profitabel zu werden. Die Wirtschaftswissenschaftler Hal R. Arkes und Peter Ayton prägten Ende der 1990er Jahren den Begriff “Concorde-Effekt” oder “Sunk-Cost-Fallacy” als Bezeichnung für ein maladaptives wirtschaftliches Verhalten. In der Psychologie entstand das “Sunk Cost”-Konzept, das…
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A different kind of power: Über die Kunst sich neue Ziele zu setzen
Ich lese viele Biografien. Und das tue ich mittlerweile mit Schmunzeln. Diese Bücher werden oft geschrieben, um Entscheidungen zu erklären, Reue zu zeigen, sich zu rechtfertigen und zu entschuldigen. Gerade Politiker müssen häufig die Geschichte “glattziehen”. Meistens geht es auch nicht anders: viele müssen schwierige Entscheidungen mit vielen Unbekannten und vielen Interessenten treffen. Ob Barack Obama oder Wolfgang Schäuble: sie mussten durchhalten, oft auf Kosten ihrer Familien und der eigenen Menschlichkeit, weil sie das Leben außerhalb des Systems nicht kannten. Diese Bücher liefern viele Anekdoten und Hintergrundinformationen. Nein, ich erfuhr aus den Biografien von Obama und Schäuble keine Geheimnisse. Aber ich konnte den Becoming-Prozess (wie ihn Michelle Obama in ihrem…
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Ohne Menschen keine Innovation: Wir müssen zu Headhunters werden
Warum Regionen ohne Menschen stagnieren Vor kurzem verbrachte ich eine Woche im Wendland, einer ruhigen und idyllischen Gegend, bekannt durch ihre Heidefelder, Künstlerkolonien und abwesende Autobahnen. Doch etwas, das auf den ersten Blick idyllisch wirkt, ist auf den zweiten Blick LEER. Leere Straßen, geschlossene Läden, verlassene Häuser, kaputte Zäune und verwachsene Gärten. Keine Aufbruchsstimmung, kaum Bewegung, fast das Gefühl einer langsamen Verwesung. Mittendrin entdeckten wir den Michaelshof: ein landwirtschaftlicher Betrieb mit einem eigenen Hofladen, einem großen Café und einer wunderschönen, gepflegten Parkanlage, in der an einem Nachmittag so viele junge Menschen wuselten, wie wir sie in den Tagen davor nicht gesehen haben. Und der Hof blüht im wahrsten Sinne des…
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Kreativität macht den Unterschied. Am Ende.
Ich schreibe häufig darüber, dass jeder Mensch eine kreative Person ist. In der Werbebranche wird der Begriff “Kreative(r)” als Berufsbezeichnung für Texter, Copywriter und Designer verwendet. Aber wann wurde Werbung eigentlich zu einem kreativen Beruf? Ein Fahrradrad auf einem Podest, ein Kilo Fett in einer Zimmerecke, eine Banane an der Wand, geklebt mit grauem Tape: das sind alles Kunstobjekte der letzten 100 Jahre. Sie zeigen: Eine Idee kann Kunst sein, jeder Mensch kann kreativ sein. Und es ist nicht verwerflich, die Konsumwelt zur Kunst zu erklären. Schließlich schaffte es Andy Warhol mit der Werbung für Suppendosen zu seiner ersten Ausstellung als Künstler. War das der Moment, in dem Werbung zur…
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Kreativität ist kein Luxus: Sie ist Überlebensstrategie
Kennt ihr die Geschichte von “Anne auf Green Gables”? Ein Waisenkind wird von einer Familie auf einen Bauernhof als kostenlose Arbeitskraft “bestellt”. Statt eines Jungen wie gewünscht kommt ein Mädchen mit einer ungezähmten Fantasie: Sie erfindet für alles einen neuen Namen und versteht nicht, warum die anderen keinen Spaß daran finden. Ein Kind, das nichts hat, findet einen Weg für seine Kreativität und für die Neugestaltung der Welt. Ihr Umfeld ist allerdings von ihrer Art genervt. Genau so wie viele Führungskräfte, die genervt reagieren, wenn jemand mit seinen Ideen aus der Reihe tanzt. Vor fünf Jahren tauchte die COVID-Pandemie unsere Welt in eine Ausnahmesituation ein und sorgte für eine Menge…
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Bildung ist kein Privileg, sondern eine Selbstverständlichkeit
Eigentlich wollte ich dieses Buch nicht lesen. Der Titel des Buches “Mama, bitte lerne Deutsch” von Tahsim Drugun ließ mich eine jammernde Geschichte erwarten, von einem Sohn, der seinen migrantischen Eltern alle Probleme der Welt anlastet: “Hätten sie Deutsch gelernt, wäre das Leben besser, das Auto teurer und Urlaube ferner.” Dann landete ich in einem Online-Buchclub, wo es genau um dieses Buch ging, und lauschte, wie Frauen wie Tahsims Mutter besser integriert werden können. Irgendwann schrieb jemand im Chat: “Warum lernt sie kein Deutsch?” Warum sollte sie? Es gibt tausend plausible Gründe, eine Sprache NICHT zu lernen: Und das war der Moment, an dem ich erfahren wollte, was hinter der…
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Nur gute Ideen reichen nicht oder warum wir Männer oft nicht erreichen, wenn wir über Gleichberechtigung reden
Vor Jahren wollte ich das Schlafzimmer in einem dezenten Lavendelblau streichen. Doch damals wusste ich nicht, dass Wändestreichen tückischer sein kann, als man denkt. So wurde das Schlafzimmer pink, fast genau wie die Farbe auf dem Cover des Buches “Wenn die letzte Frau den Raum verlässt” von Vincent-Immanuel Herr und Martin Speer. Unser Nachfolger wollte das Schlafzimmer dann schwarz anstreichen. Wahrscheinlich hatte er Angst, vor seinen Freunden mit diesem Farbton als “nicht männlich” dazustehen. Ein “Exterieur” eines Produkts in rosa Tönen ist nicht “jeder Manns” Sache. Tappt der Verlag hier in dieselbe Falle wie viele Start-ups, die ihr Produkt eher für sich selbst gestalten, statt für die Zielgruppe? Okay, mich…
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Produktbücher für die Pause: Wie man im Liegestuhl klüger wird, ohne sich zu stressen
Eines der Geheimnisse, wie man wirklich viel lesen kann, ist ganz einfach: immer das passende Buch dabeihaben. Wir alle kennen das von den „Pflichtlektüren“ aus der Schule. Manche Romane sind einfach nicht zu verstehen, wenn einem das nötige Hintergrundwissen oder die emotionale Reife fehlen. Jedes Buch hat seine Zeit, und manche müssen einfach warten. Ich selbst habe jahrelang versucht, Nassim Talebs „Der Schwarze Schwan“ zu lesen und bin immer wieder über die ersten zwanzig Seiten gestolpert. Irgendwann ging es doch. Fach- und Sachbücher sind als Feierabend- oder Urlaubslektüre oft nicht besonders attraktiv – und das ist absolut verständlich. Wenn man sich eine Auszeit gönnt, ist ein Buch, das inspiriert, entspannt…